Die Vereinsgeschichte der Amicitia

Zwanzig Männer gründeten am 20. Januar 1920 in Landau den „Gesellschaftsclub Amicitia“ und wählten den Malermeister Wilhelm Jantz zu ihrem ersten Vorsitzenden. Der Verein setzte sich „die Pflege und Verbreitung der Hausmusik und des Wanderns sowie die Mithilfe bei der Verschönerung der pfälzischen Heimat“ zum Ziel. Bald nach der Gründung hatten sich schon 32 Musiker zu einem Mandolinenorchester zusammengefunden, dessen erster Dirigent Buchbindermeister Heinrich Baader war.

Die Amicitia Hütte im Jahre 1922

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der lose Zusammenschluß des Gesellschaftsclubs wurde am 5. Mai 1921 durch Eintragung des „Musik- und Wanderclub Amicitia e.V.“ in das Vereinsregister auf rechtlich einwandfreie Füße gestellt. Noch im selben Jahr wurde im Modenbachtal bei den „Sieben Quellen“ ein geeigneter Platz gefunden, an dem eine Schutzütte errichtet wurde. Durch den starken Zuwachs auf über 300 Mitglieder wurde die Hütte in den Jahren 1925/26 zum festen Waldhaus umgebaut.

Die Amicitia Hüttte im Jahre1930

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seine Tradition als „Arbeiterverein“ bescherte der „Amicitia“ in den Jahren nach 1933 erhebliche Schwierigkeiten. Folgerichtig kam es im Jahr 1937 zur Auflösung der Vereins und zum Verkauf des Waldhauses. Schon kurz nach Kriegsende erfolgte im Jahr 1946 die Wiedergründung des Vereins. Das Waldhaus, durch Kriegseinwirkungen zerstört, wurde 1948 zurück erworben. Bereits 1950 begann der Wiederbaufbau.

Der Gemeinde Weyher gehört das Gelände, auf dem das Waldhaus „Sieben Quellen“ steht. Mit ihr wurde im Jahr 1970 der Abschluß eines Erbbauvertrages für 99 Jahre vorgenommen. Dieser Vertrag war die Grundlage für den weiteren Um- und Ausbau des Hauses. Es wurde immer schwieriger, Nachwuchs für das Orchester zu finden und so wurde 1975 das Mandolinenorchester aufgelöst.

Die Amicitia Hütte 1960

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über 20 aktive Mitglieder versorgen derzeit an den Wochenenden und an Feiertagen im Vereinshaus bei den 7 Quellen Wanderer und Spaziergänger mit frisch zubereiteten Speisen und Getränken. Nur durch den selbstlosen Einsatz dieser zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiter ist es heute noch möglich, die Hütte an Wochenenden zu öffnen und dadurch den Gründungsgedanken aufrecht zu erhalten.

Durch den bequemen Zugang sind die „Sieben Quellen“ gerade bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt. Der enorme Aufwand und die Logistik, den die Unterhaltung und Durchfürhrung des Betriebes einer Waldgaststätte erforden, wird erschwert durch den fehlenden Anschluß an die öffentliche Strom- und Wasserversorgung. Dafür bietet die Hütte frisches natürliches Quellwasser und gemütliche Athmosphäre bei Gaslampe und Gasheizung. Im Jahr 2013 hat die Mitgliederversammlung den Beitritt des Vereins zum Pfälzerwald-Verein beschlossen. Der Name wurde gändert in Pfälzerwald-Verein Ortsgruppe Amicitia Landau e.V.

Wir haben „Amicitia“, die Freundschaft, auf unsere grün-weiß-rote Vereinsfahne geschrieben.

 

Die Amicitia Hütte heute

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